Kopf ein.. Kopf aus..

Ein paar Tage ohne Kopf gewesen....

In den letzten Tagen bin ich nur noch am rödeln, wie man so schön sagt. 

Zwischen Arbeit, Haushalt, Kids, Terminen und Vorbereitungen auf die Weihnachtszeit zu wenig Zeit zum Denken gehabt. War vielleicht auch gut so, denn das hat mir sehr geholfen. Hat mir eigentlich schon immer geholfen, viel zu tun zu haben, wenn einem eigentlich alles zuviel wird. Hmmm.. wiederspricht sich irgendwie.

Doch die Vorbereitungen für den Kindergeburtstag waren zeitaufwendig, aber sehr schön. Die Mühe hatte sich dreifach gelohnt, wenn man ein freudiges Strahlen der Kinder in den Gesichtern sieht. Auch der Regenbogenkuchen ist mir gut gelungen und hat lecker geschmeckt. Musste jede farbige Schicht ja extra backen, und dann noch zwischen jede Schicht ne Füllung..... 

Es war ein sehr schöner Tag mit der Kleinen Maus, den wir erst als Familie verbrachten. Allein der Kinofilm, der ein Geburtstagsgeschenk für sie war, hat schon vieles im Kopf gelösst. Er war sooowas von lustig. "PETS" jaaa, den würde ich wieder angucken. Danach durfte sich die Kleine ein Geschenk im Spielwarenwarengeschäft aussuchen und zum Abschluss in Burger King essen...

Es war sehr schön, all die Gedanken auszublenden, um sich voll auf die schönen Erlebnisse einlassen zu können. Da habe ich noch Tage später von gezehrt

Auch mit meinem Mann läuft es seit einigen Tagen wieder besser. Habe mich versucht in Ruhe hinzusetzen und offen drüber zu sprechen, was mir alles auf der Seele lastet. Er sieht ja selbst vile ein und ist mit mir einer Meinung. Das ist ja schon mal ein Anfang. Jetzt müssen wir nur noch gemeinsam daran weiter arbeiten, es auch zu ändern.. umzusetzen...

Und das hat er die letzten Tage auch fleissig neben seiner Arbeit gemacht. Hab ihn auch gesagt, das ich es schön, oder toll finde, wenn er was erledigt hat. Ja, diesen Vorwurf musste ich mir auch anhören und versuche ihn zu ändern... Nicht nur ich möchte gerne hören, dass meine "Arbeit" Zuhause anerkannt, gesehen wird. ICh sollte das vielleicht auch öfter bei meiner Familie machen. Okay, bei der Kleinen mach ich da, aber bei den Großen habe ich das wohl einfach auch vorrausgesetzt...

Aber dafür sind ja zum Glück Gespräche und Aussprachen da. Um sich gegenseitig anzuhören, zuzuhören,  was zu ändern.... sich zu verstehen...

Es ist wieder das Gefühl der Liebe im Inneren fühlbar geworden. Braucht das nicht jeder? Vergisst man wohl zu oft im Alltag. Vorallem wenn er stressig ist. Geht es nicht vielen auch so? Man sollte nicht immer nur denken, dass es einem allein auf der Welt so geht. Man ist doch schliesslich nicht allein. 

Aber man neigt irgendwie in solchen Phasen dazu in negative Gedanken, Gefühle ab zu driften. Ich sage dann immer, meine Dämonen sind am Werk... und davon habe ich viele... Mein jetziger Mann hat mir geholfen, viele von ihnen zu verbannen. Ich bin lockerer, offener, herzlicher geworden. "Du zeigst endlich wieder Herz.." hat er gestern gesagt und mich angelächelt. Zuvor hatte ich ein Video gesehen, in der in Holland einer 90 jährigen Frau im Rollstuhl, die Möglichkeit gegeben wurde, eine Reittherapie zu geniessen. Die Frau , war als Mädchen und junge Frau, sehr aktiv im Reitsport und durch einen Schlaganfall um die 50 sehr angeschlagen und verlor ihre Lebensfreude...

Ich habe gesehen, wie sie anfing sich für das Pferd zu interessieren, als sie in den Stall geschoben wurde, denn sie kann sich kaum noch selbst bewegen...

Aber als man sie auf dieses Spezialgefährt legte, dass sie mit ihrem ganzen Körper auf dem Rücken zweier Pferde liegen konnte.. Die Tiere langsam anfingen zu laufen.... Mit jedem Schritt strahlte und lachte diese Frau immer mehr.. Ich konnte nicht anders, als weinen, weil es mich so gerührt hatte...

Früher hätte ich das nie gemacht. Gefühle zeigen ist, jemandem zeigen wo man angreifbar ist.... Sooo dachte ich.

Ich liebe meinen Mann für seine Herzlichkeit und sein Verständniss für mich. Er zeigt mir ja doch jeden Tag wie er mich liebt. Ich muss nur öfter hinsehen und es zu lassen....

Naja, ich habe über das kaputte Vogelfutterhaus getrauert, dass ich es wegschmeissen muss, weil das Futter immer nass ist und undicht...

Ein paar Tage später komme ich von der Arbeit und er hatte mir ein Neues gekauft und zusammen gebaut. Ich fragte ihn, warum, denn wir haben nicht so viel Geld zur Zeit für sowas über... Er sagte nur.. "Ich liebe dich Schatz, und ich sehe dich gerne strahlen, wenn du aus dem Fenster schaust, um den Vögeln draussen zu zu sehen. Das ist mehr Wert, als das Häuschen." Darauf konnte ich einfach nichts, außer "Danke" sagen.

Wünscht man sich als Frau nicht genau sowas? Warum habe ich dann öfter ein schlechtes Gewissen deswegen? Er liebt mich anscheinend ja wirklich von Herzen, und nicht nur das typische Gerede von manchen Kerlen, damit sie ihre Ziele erreichen. Sollte ich es nicht einfach geniessen? Kann ich ihm denn auch genau so viel Liebe zurück geben, wie er mir gibt? 

Ohmann, mein Kopf fängt schon wieder an.... grrrr.. sollte wohl wieder an meine Arbeiten gehen, damit er still ist. Mein Mann sagt mir auch oft... du denkst zuviel....

 

Und damit ich damit jetzt aufhöre, höre ich für heute mal auf zu schreiben. In zwei Wochen ist schon der erste Advent, daß heißt, sputen, denn die Deco und der Kranz sollten mal angefangen werden... Bzw muss ich noch vier Kalender basteln und befüllen..... 

LG 

13.11.16 15:08, kommentieren

Schuldfragen? .... Hmmm...

Das Schicksal ist ein mieser Verräter...

Ja, dem kann ich nur zustimmen.

Das erste mal habe ich diesen Satz als Titel eines Filmes gelesen. Normal schaue ich solche Filme nicht, aber ich habe mich von ner Truppe Mädels dazu überreden lassen. Das da kein Actionfilm oder so geguckt wird, hab ich leider nicht bedacht. Aber egal, das ist nebensächlich...

In dem Film ging es um zwei Krebskranke Teenager, die ihren Leiden trotzen und sich verlieben, sich den schweren Weg teilen... und naja, wer hätte es gedacht, der Film nimmt KEIN Happy End. 

Aber er hat nich nachdenklich gemacht...

Man muss aber nicht ein solches Schickal erleiden um vom Leben verraten zu werden. 

Ich denke, da gibt es jede Menge andere Menschen da draussen, die auch genung Last auf ihren Schultern tragen müssen.

Wie lange ich es noch kann? Das frage ich mich mich auch heute wieder. Und das, obwohl es heute mal ein schöner Tag ist. Seit Mittag ist das Wetter so schön richtig sonnig herbstlich und mild. Ich wollte noch mit der Kleinen in den Wald gehen und beim Spazierien Dinge sammeln, die unseren Weg kreuzen. Gerade spielt sie mit den Nachbarskindern zusammen auf der Strasse... Vom Fenster hier oben kann ich sie sehen. Sie ist glücklich, fährt mit den anderen um die Wette Rad, geniesst die Sonne.. Was will man als Kind mehr?!? 

Wir wohnen so schön abgelegen in einem kleinen Dorf auf dem Land. Hier leben gerade mal knapp über hundert Leute und jeder kennt jeden. Für mich, die aus der großen Stadt hergezogen ist, ist es einfach nur schön. Ich habe mich sofort, als ich das erste mal hier war, "angekommen" gefühlt. Und das mit meinen 40 Lenzen. Mein ganzes Leben lange kenne ich nur aus Umzugskisten. Alle 1 bis 2 Jahre musste ich schon als Kind umziehen. Habe viel gesehen, Städte, ländliche Gemeinden... aber HIER, war ich Zuhause. ENDLICH! Hab dafür viel riskiert und aufgegeben. Habe mit den Kindern diesen Neuanfang gestartet. Doch zur Zeit, sieht es so aus, als würde ich es wieder verlieren, nach noch nicht mal 2 Jahren... Welch ein Zufall... Max. zwei Jahre...

 Aber wer ist denn nun der Verräter an der Sache?

Ich selbst? Weil ich zu wenig Ausdauer habe? Zu wenig für den "Erhalt" getan habe? Zu wenig gearbeitet? Zu wenig Geduld gehabt? Bin ich zu ... unnahbar? Ich fordere nur, und würde kein Verständniss haben.... ist es DAS?

Sind es die Lebensumstände, die Schuld daran sind? Sind die finanziellen Belastungen mit dem Haus zu groß? Ist meine Chefin Schuld, weil ich keinen festen Job bekomme und mir deswegen auch eine Lücke entsteht, die gestopft werden muss? Sind die Expartner daran Schuld, dass die Verpflichtungen eine belastende Rolle spielen? Und denen geht es im Gegenzug sogar noch super?

Die Kinder könnten auch Schuld tragen..., oder nicht? (Höre gerade die Große unten am üben. Sie spielt River flows in you... leider nicht mehr auf dem Klavier. Das kann sie echt super, aber zur Zeit muss sie es am Keybord spielen, was sie sehr nervt. Ist nicht das gleiche Feeling) Jedenfalls, stellt sich die Frage, ob sie mit Schuld tragen, weil sie im Haus zuwenig Aufgaben übernehmen? Naja, ich kann schon froh sein, wenn einer mal in der Woche den Mülleiner leer macht... Schliesslich kommt ein Chaos einer fünfköpfigen Familie ja nicht von ungefährt....

Ist mein Partner vielleicht Schuld an der ganzen Miesere? Hilft auch er nach der Arbeit im Haus zu wenig? Vielleicht auch, weil er zu wenig verdient? Hängt er denn noch so an seiner Exfrau, weil er sich um gewisse Angelegenheiten nicht kümmert?

......

Ach ich könnte noch tausende Fragen stellen um das WER, WARUM, WIESO....

Es würde es eh nicht besser machen. Es ist nunmal so, und Punkt. Da heisst es eigentlich nur, das Beste draus machen, einen Anfang finden und ran an die Angelegenheiten. Sie beim Ursprung nehmen und mit der Wurzel entfernen... Nur, WO fange ich an? ICh komme mir dann vor, als drehe ich mich im Kreis.... WO nur....WO geht mein erster Griff hin? Was ist das wichtigste, was man beginnen sollte? Das eine zieht das andere ja oft nach... 

Sortieren... desto unorganierter, chaotischer es um mich ist, desto mehr WILL ich Ordnung um mich... Strucktur... 

Nur schafft das alles einer alleine nicht. Aber mit Unterstützung kann ich leider auch nicht rechnen. Also, was tun? 

Ich erwische mich oft dabei in Litargie zu verfallen, was natürlich auch nicht das Richtige ist. Mit Scheuklappen rumlaufen hat noch nie geholfen, jedenfalls nicht längerfristig. Und dann kommt es sowieso noch dicker auf einen zu...

Habe Bedenken vor der Zukunkft. Ich weiss nicht was mich erwartet, was auf mich wartet, was ich noch alles meistern soll. Und was kann ich davon überhaupt schaffen? Eigentlich blöde Frage, denn ich habe bis heute noch immer irgendwie alles hinbekommen, wenn es sein musste. 

Wo eine Tür sich schliesst, geht irgendwo eine andere auf!... Ja, schöner Spruch, aber nicht immer passend. Doch ein Wünkchen Wahrheit ist schon drin.

Ich gehe mich nun weiter "sortieren"... Noch ein paar Handgriffe im Haushalt und dann los, die Sonne noch geniessen, bevor sie weg ist. Sonne ist gut. Sonne hilft der Seele. Warum? Das Licht lässt Glückshormone im Körper ausschütten. Und ich glaube, die sollte ich n bisserl auftanken. Das laufen im Freien wird auch meinen Kopf frei von all den Gedanken machen, denn man muss schon auf seine Umgeung achten, wenn man schöne Dinge beim Spazieren entdecken will...

Vielleicht später mehr.. 

LG Auriane

29.10.16 15:54, kommentieren